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Aktuelle „Informationen aus dem Versicherungsjournal“ – Juni 2022

Wer ins europäische Ausland reist, muss einiges beachten, wie länderspezifische Verkehrs- und Sicherheitsregeln. Welche Vorschriften im jeweiligen Land gelten, findet man in entsprechenden Apps von seriösen Anbietern.

Apps für eine sichere Urlaubsreise


20.06.2022 (verpd) || Nicht nur die Verkehrsregeln sind in Europa uneinheitlich, auch die Strafen für eine Geschwindigkeits-Übertretung oder sogar die Regelung, was man im Auto mitführen muss, unterscheiden sich von Land zu Land. Doch auch, wer mit anderen Verkehrsmitteln anreist, sollte die landesspezifischen Vorschriften kennen. In manchen Ländern ist beispielsweise die Mitnahme von Sand verboten. Kostenlose Apps von offiziellen Stellen informieren, was im jeweiligen Reiseland zu beachten ist.

Wer mit dem Auto im Ausland unterwegs ist, sollte alle im jeweiligen Land geltenden Verkehrsvorschriften und Verkehrsschilder kennen. Denn nicht nur die Geschwindigkeitsregeln sind von Land zu Land unterschiedlich. Es gibt in einigen Ländern beispielsweise andere Verkehrsschilder, Vorfahrtsregeln und Vorschriften zum Überholen als bei uns. In manchen Ländern muss auch tagsüber ständig mit Tag- beziehungsweise Abblendlicht gefahren werden. Auch die Vorschrift zum Tragen und Mitführen von Warnwesten kann sich von Land zu Land unterscheiden.

Diese und andere Informationen zu den Vorschriften und Verkehrsregeln der Länder der Europäichen Union (EU) sowie in Island, Norwegen, Großbritannien und der Schweiz liefert die kostenlose App „Mit dem Auto ins Ausland“ des Europäischen Verbraucherzentrums Deutschland. Die App kann, wenn sie einmal installiert ist, ohne eine Datenverbindung genutzt werden. Angeboten wird sie in allen gängigen App-Stores und zwar sowohl für das Apple-Betriebssystem iOS als auch für Android-Geräte.

Fast jedes Land hat eigene Verkehrsregeln

Nachdem man in der genannten App die für die Fahrt wichtigen Daten erfasst hat, beispielsweise, ob Kinder oder Haustiere dabei sind und mit welcher Fahrzeugart wie Pkw, Wohnmobil oder Wohnwagen man unterwegs ist, können bis zu fünf Länder benannt werden, durch die die Reise gehen soll. In einer Übersicht zeigt die App für jedes ausgewählte Land unter anderem die Dokumente an, die man mitführen sollte, und welche Verkehrsregeln und sonstigen Vorschriften bezüglich der Verkehrssicherheit gelten.

Detaillierte länderspezifische Informationen gibt es zudem über eine eventuell anfallende Maut und zu den Themen Tanken, Panne und Unfall, Reparatur, Diebstahl, Zoll, Fähre und Mietwagen. Eine interaktive Checkliste, die sich Punkt für Punkt abhaken lässt, sorgt bereits vor der Abfahrt dafür, dass nichts Wichtiges vergessen wird. Tipp für alle, die keine App nutzen wollen: Im Internetauftritt der Europäischen Kommission kann man ebenfalls die Verkehrsvorschriften aller EU-Länder aufrufen.

Reisetipps für alle Reisenden, nicht nur für Autofahrer

Eine weitere Reise-App, die „ECC-Net: Travel“ vom Netzwerk der Europäischen Verbraucherzentren (ECC-Net) enthält rechtliche Informationen sowie praktische und sprachliche Unterstützung für 101 typische Reisesituationen – nicht nur für Autoreisende.

Allgemeine Tipps zu 15 beliebten EU-Reiseländern sowie Großbritannien nicht nur für Reisende enthält zudem die „App ins EU-Ausland“, die ebenfalls vom EVZ herausgegeben wurde und speziell für Jugendliche entwickelt wurde. Sie informiert zu den Themen Notfälle, Gesundheit, Finanzen, Shoppen, Handy, Übernachten, Ausgehen und der Reise mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem eigenen Auto.

Sicherheitshinweise vom Auswärtigen Amt

Für alle Reisende, also nicht nur für Autofahrer, empfiehlt sich ein Blick in das Webportal des Auswärtigen Amtes und deren kostenlos herunterladbarer App „Sicher Reisen“. Neben offiziellen Reise- und Sicherheitshinweisen wie Reisewarnungen erfährt man unter anderem die landesspezifischen Corona-Regeln, zum Beispiel inwieweit in dem jeweiligen Reiseland noch eine Maskenpflicht besteht. Die App und das Webportal informieren auch über rechtliche Besonderheiten im jeweiligen Reiseland.

In Italien darf man beispielsweise keinen Sand vom Sandstrand mitnehmen. In Sardinien ist laut Webauftritt sogar jede „Veränderung der Sandstrände oder die Mitnahme von Sand, Kiesel oder Quarzgestein, auch nur in kleinster Menge, gesetzlich verboten“. Wer sich nicht daran hält, muss mit einer Strafe von 500 bis 3.000 Euro rechnen.

Krisenvorsorgeliste: Elefand

Das Auswärtige Amt empfiehlt allen deutschen Staatsangehörigen, sich unabhängig vom Land, das sie besuchen, und von der Dauer des Auslandsaufenthalts in die Krisenvorsorgeliste Elefand einzutragen. Denn dadurch können die Botschaften mit den Reisenden bei akuten Krisen im Reiseland wie Naturkatastrophen in Kontakt treten.

Alle genannten Apps findet man über die Webportale der Anbieter oder auch bei den gängigen App-Stores für Apple- wie auch für Android-Geräte.

Quelle: VersicherungsJournal Verlag GmbH • Rathausstr. 15 • 22926 Ahrensburg • Deutschland Telefon +49 (0)4102 7777880 • E-Mail kontakt@versicherungsjournal.de • www.versicherungsjournal.de Geschäftsführer Claus-Peter Meyer • Handelsregister Ahrensburg HRB 4295 • USt-ID DE207950892

Wer mit einem Cabrio unterwegs ist, kann insbesondere beim Parken einiges beachten, damit sein Fahrzeug und auch der Inhalt des Wagens keine leichte Diebesbeute werden.

Darauf sollten Cabriofahrer achten


20.06.2022 (verpd) || Stellt man ein Cabrio ab, ohne die Fenster, die Türen und das Dach zu schließen, haben Diebe ein leichtes Spiel. Wer zu leichtsinnig ist, riskiert im Falle eines Diebstahles zudem seinen Kaskoschutz, sofern für den Wagen eine Teil- oder Vollkaskoversicherung besteht.

Wird ein Auto gestohlen, ersetzt eine Teilkaskoversicherung, sofern eine solche für den Wagen besteht, den Schaden abzüglich einer eventuell vereinbarten Selbstbeteiligung. Sie leistet außerdem beim Diebstahl von fest mit dem Pkw verbundenen Fahrzeugteilen, beispielsweise wenn das eingebaute Radio oder der Airbag geklaut wird. Von der Teilkasko werden zudem alle Beschädigungen am Auto, die im Zusammenhang mit einem Einbruch-Diebstahl stehen, übernommen.

Eine Teilkaskoversicherung kann einzeln oder im Rahmen einer Vollkaskoversicherung zusätzlich zur Kfz-Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Der Kaskoschutz gilt auch für Cabrios.

Wenn der Dieb durch das Stoffdach ins Wageninnere gelangt

Beschädigt beispielsweise ein Dieb das Stoffverdeck eines Cabrios, um das eingebaute Radio zu stehlen, werden nicht nur das Radio, sondern auch das beschädigte Stoffverdeck vom Teilkaskoversicherer ersetzt. Wird das Verdeck jedoch aufgeschlitzt, ohne dass etwas aus dem Wageninneren gestohlen wurde, kommt für das beschädigte Dach in der Regel die Teilkaskoversicherung nicht auf. In diesem Fall würde eine bestehende Vollkaskoversicherung den Schaden ersetzen.

Eine Vollkaskoversicherung übernimmt nämlich unter anderem mut- oder böswillige Beschädigungen Unbekannter, wie das Aufschneiden eines Cabriodaches oder das Zerkratzen des Lackes durch Fremde. Zudem ersetzt sie Schäden am eigenen Fahrzeug, die durch einen vom Pkw-Fahrer selbst verschuldeten Unfall fahrlässig verursacht wurden. Eine Vollkasko beinhaltet außerdem automatisch den Teilkasko-Schutz.

Der Kfz-Versicherer kann jedoch bei einem vom Autofahrer grob fahrlässig herbeigeführten Schaden die Kaskoschadenleistung kürzen. Grob fahrlässig wäre es beispielsweise, wenn man die Türen des abgestellten Autos nicht abschließt. Die Höhe der Kürzung erfolgt dann anteilig um die Schadenhöhe, die im Zusammenhang mit der groben Fahrlässigkeit steht. In manchen Kfz-Policen kann man jedoch teils optional vereinbaren, dass auch grob fahrlässig verursachte Schäden mit Ausnahme von Fahrten unter Drogen- und Alkoholeinfluss mitversichert sind.

Darum sind Dach und Fenster beim Parken zu schließen

Insbesondere bei Cabrios sollte man darauf achten, dass man sich nicht grob fahrlässig verhält. Zwar kann laut diversen Gerichtsurteilen ein Cabrio prinzipiell auch mit offenem Dach geparkt werden, ohne grob fahrlässig zu handeln, – jedoch nur, wenn man den Pkw für kurze Zeit stehen lässt und das Diebstahlrisiko gering ist, wie es beispielsweise tagsüber an einer belebten Straße der Fall wäre.

Wer jedoch sein Cabrio längere Zeit mit offenem Verdeck – obwohl ein Autodach zum Schließen vorhanden ist – und/oder mit offenen Fenstern an einem wenig frequentieren öffentlichen Platz stehen lässt, handelt unter Umständen grob fahrlässig und gefährdet damit seinen Kaskoschutz.

Es gibt aber noch andere Gründe, das Dach eines Cabrios beim Parken zu schließen. Zum einen heizen sich bei einem geschlossenen Dach die Sitze durch die Sonneneinstrahlung nicht so stark auf und es fliegen keine Blätter oder anderer Unrat in den Innenraum, zum anderen ist auch ein unerwarteter Regenschauer kein Problem für das Wageninnere.

Keine Wertsachen im Auto liegen lassen

Um das Diebstahlrisiko noch weiter zu reduzieren, ist es sinnvoll, die Lenkradsperre beim Parken einrasten zu lassen.

Zudem sollten wertvolle Gegenstände wie ein Smartphone oder eine Handtasche und auch Kfz-Teile, die nicht fest mit dem Fahrzeug verbunden sind, beispielsweise ein mobiles Navigationsgerät, grundsätzlich nicht im geparkten Wagen liegen gelassen werden.

Zum einen ziehen solche Dinge Gelegenheitsdiebe an, zum anderen werden sie bei einem Diebstahl in der Regel nicht von der Kaskoversicherung ersetzt.

Quelle: VersicherungsJournal Verlag GmbH • Rathausstr. 15 • 22926 Ahrensburg • Deutschland Telefon +49 (0)4102 7777880 • E-Mail kontakt@versicherungsjournal.de • www.versicherungsjournal.de Geschäftsführer Claus-Peter Meyer • Handelsregister Ahrensburg HRB 4295 • USt-ID DE207950892

Die Bürger sind im Vergleich zum letzten Jahr noch pessimistischer bezüglich ihres künftigen Versorgungsniveaus im Rentenalter geworden, wie eine aktuelle Studie ergab.

Vertrauensschwund bei der gesetzlichen Altersrente


20.06.2022 (verpd) || Eine Umfrage kommt zu dem Ergebnis, dass die Mehrheit der Bürger, nämlich fast 61 Prozent, in Zukunft mit einer Verschlechterung bei der gesetzlichen Altersrente rechnet.

Die zahlreichen Problemfelder von der Coronakrise bis hin zur steigenden Inflation wirkt sich zunehmend auch auf die Stimmungslage zur Altersvorsorge aus. Dies verdeutlicht eine aktuelle Umfrage des Deutschen Instituts für Vermögensbildung und Alterssicherung GmbH (Diva). Dieses Forschungsinstitut des Bundesverbandes Deutscher Vermögensberater (BDV) führt diese Erhebung zweimal im Jahr durch. Befragt wurden dazu 2.000 Verbraucher und 800 Finanzberater.

Unter anderem wurde ein Altersvorsorge-Index erstellt, der angibt, wie die Umfrageteilnehmer die aktuelle und künftige Lage hinsichtlich der persönlichen Altersvorsorge einschätzen. Je höher der Indexwert, desto positiver sind die Befragten hinsichtlich der jeweiligen Aspekte der Altersvorsorge gestimmt. Der Altersvorsorge-Index lag im Herbst 2020 noch bei plus 3,8, seitdem sinkt er. Im Frühjahr 2021 war der Index bei plus 1,6, im Herbst 2021 bei minus 0,4 und im Frühjahr 2022 sogar nur noch bei noch minus 3,2. Damit hat sich die Stimmung zur Altersvorsorge weiter verschlechtert.

Gesetzliche Altersrente: Ein Großteil rechnet mit Einbußen

Gestiegen ist der prozentuale Anteil der Befragten, die von einer Verschlechterung des Versorgungsniveaus der gesetzlichen Altersrente, also von einer sinkenden Rentenhöhe im Vergleich zum bisherigen Einkommen ausgehen. Im Herbst 2021 befürchteten dies noch 58,5 Prozent, im Frühjahr 2022 sind es laut Umfrage bereits 60,8 Prozent. Im Gegenzug sind nur noch 14 Prozent der Umfrageteilnehmer der Ansicht, dass sich das Niveau der gesetzlichen Rente in den nächsten zehn bis zwanzig Jahre verbessern wird. Im Herbst 2021 waren es noch 16,2 Prozent.

Professor Dr. Michael Heuser, Wissenschaftlicher Direktor der Diva, betont diesbezüglich: „Die Menschen erleben nicht nur an der Tankstelle, dass alles teurer wird. Es macht sich ein Stimmungsbild breit, dass auch im Alter das Geld zum Leben auf dem bisherigen Niveau nicht mehr ausreichen könnte. Zudem wirken sich sicher auch Drohszenarien des russischen Angriffskriegs ganz allgemein auf die Stimmungslage aus.“

Der Wunsch nach einer zusätzlichen Altersvorsorge steigt

Im Zuge des steigenden Vertrauensverlustes hinsichtlich der finanziellen Absicherung für das Rentenalter über die gesetzliche Altersrente, steigt der Anteil derer, die künftig zusätzlich vorsorgen möchten. So gaben bei der aktuellen Diva-Umfrage 31,9 Prozent an, mehr in die betriebliche Altersvorsorge zu investieren. Rund ein halbes Jahr vorher waren es mit 28,6 Prozent noch etwas weniger. Verstärkt auf eine private Altersvorsorge setzen wollen künftig sogar rund 42,8 Prozent. Im Herbst 2021 waren es noch 39,0 Prozent.

Welche Vorsorgestrategien und Lösungen der betrieblichen oder privaten Altersvorsorge für den Einzelnen entsprechend seinem Bedarf und seiner individuellen Ansprüche am sinnvollsten sind, lässt sich bei einem Beratungsgespräch mit einem Versicherungsfachmann klären. Je nach Vorsorgelösung ist eventuell auch eine staatliche Förderung möglich. Grundsätzlich gilt, je früher man für das Alter vorsorgt, desto niedriger sind aufgrund des Zinseszinseffekts die monatlichen Belastungen, um das gewünschte Alterseinkommen zu erreichen.

Quelle: VersicherungsJournal Verlag GmbH • Rathausstr. 15 • 22926 Ahrensburg • Deutschland Telefon +49 (0)4102 7777880 • E-Mail kontakt@versicherungsjournal.de • www.versicherungsjournal.de Geschäftsführer Claus-Peter Meyer • Handelsregister Ahrensburg HRB 4295 • USt-ID DE207950892