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Aktuelle „Informationen aus dem Versicherungsjournal“ – November 2021

Ein hohes finanzielles Polster auf dem Konto beruhigt die Nerven und erhöht den Entscheidungsspielraum. Welchen Einfluss die Rücklagen zusätzlich auf den Renteneintrittstermin haben, ermittelte eine Umfrage.

Was Geld für die Bürger bedeutet


22.11.2021 (verpd) || Finanzielle Unabhängigkeit ist für Menschen über Landesgrenzen hinweg ein wichtiger Aspekt von Freiheit. Dabei geht es den Bürgern nicht unbedingt um den vorgezogenen Ruhestand in jungen Jahren, sondern um Selbstbestimmung, wie eine Umfrage in sechs Staaten zeigt.

Was bedeutet finanzielle Freiheit für die Bürger und wie würden sie diese nutzen? Dieser Frage ist ein Versicherer in einer repräsentativen Online-Umfrage nachgegangen. Das Marktforschungsinstitut Yougov befragte im Auftrag des Versicherers Verbraucher in Deutschland, Italien, Großbritannien, Norwegen, den USA und Polen.

Die Stichprobengröße für die Bundesrepublik und das Vereinigte Königreich gibt der Auftraggeber der Umfrage mit 2.500, für die übrigen Staaten mit 1.000 an. Die Untersuchung fand im Oktober 2021 statt.

Ersparnisse bedeuten Unabhängigkeit

Für die Bürger hierzulande bedeutet der Begriff „Freiheit“ in erster Linie „selbstbestimmtes Handeln“. Das gaben 77 Prozent der Befragten an. Auf dem zweiten Platz folgt die „freie Meinungsäußerung“ (75 Prozent). Die „finanzielle Unabhängigkeit“ teilt sich den dritten Rang mit der „Bewegungsfreiheit“ (69 Prozent). Was die Einschränkung der Mobilität konkret heißt, zeigte die Coronakrise im Vorjahr.

Zum Thema „finanzielle Freiheit“ haben die Bürger hierzulande eine klare Meinung. Für die Mehrheit (65 Prozent) bedeutet dieser Aspekt, „wenn ich in allen Lebensbereichen unabhängig bin“. Auf einen ähnlich hohen Wert für die Antwortoption kommen nur unsere italienischen Nachbarn.

Bei den Angaben zur Frage „Über welche regelmäßigen Einkommensquellen verfügen Sie aktuell?“ zeigt sich, dass in Deutschland knapp 66 Prozent ihr Geld aus einem Angestelltenverhältnis beziehen. Mit weitem Abstand folgen Einnahmen aus einer selbstständigen Tätigkeit (15 Prozent).

Arbeiten bis zum 60. Lebensjahr ist okay

Bei der Frage nach dem gewünschten Renteneintrittsalter haben die Einwohner in Deutschland eine klare Präferenz: Knapp 58 Prozent würden gerne nur bis zum 60. Lebensjahr arbeiten oder wären zu diesem Zeitpunkt gerne in den Ruhestand gegangen. Über 17 Prozent gaben in der Befragung an, ihrer jeweiligen beruflichen Tätigkeit bis zum Erreichen des 70. Geburtstags nachgehen zu wollen.

Mit diesen Werten liegen die Deutschen in der Umfrage an der Spitze. Von der Rente vor dem 50. Geburtstag (neun Prozent) oder gar früher (mit 40 Jahren: 1,6 Prozent; mit 30 Jahren: 1,7 Prozent) träumen jedoch nur wenige.

Zum Vergleich: In Polen wünschen sich vergleichsweise viele Menschen (21 Prozent), mit 50 Jahren in den Ruhestand zu gehen, bei 40 Jahren sind es in den USA immerhin noch fünf Prozent. Beide Länder bilden jedoch auch beim Wunsch, lebenslang zu arbeiten, die Spitze (USA: sieben Prozent; Polen: sechs Prozent; Deutschland: drei Prozent).

Individuelle Finanzplanung

Egal, ob man mit bereits vorhandenem Geld oder durch das Ansparen eine finanzielle Unabhängigkeit schaffen möchte, ist es laut Finanzexperten für ein effizientes Sparen wichtig, planvoll vorzugehen. Denn nur wer seine finanzielle Situation gründlich analysiert, also die jetzigen und künftigen Einkünfte sowie seine materiellen Verpflichtungen kennt, kann beurteilen, was er für das Sparziel zurücklegen kann. Im Hinblick auf die Alters- und Zukunftsvorsorge ist es zum Beispiel wichtig zu wissen, mit welchen gesetzlichen Leistungen man im Rentenalter oder in Notfällen wie im Pflegefall rechnen kann.

Auch wer nicht vorhat, erst im Alter von 65 oder 67 Jahren in Rente zu gehen, benötigt ein entsprechendes Alterseinkommen ab dem gewünschten Rentenalter, um den eigenen Ruhestand sorgenfrei genießen zu können. Doch selbst, wer erst am regulären Renteneintrittsalter in Rente gehen will, benötigt neben der gesetzlichen Altersrente, sofern ein Anspruch darauf besteht, eine zusätzliche Altersvorsorge, um zumindest seinen Lebensstandard zu halten.

Denn auch wenn man 45 Jahre Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hat, erhält man aktuell und voraussichtlich auch in Zukunft weniger als die Hälfte des bisherigen Erwerbseinkommens als gesetzliche Rente ausbezahlt. Ein Versicherungsfachmann kann bei der individuellen Finanzplanung mit Analysen und Berechnungen weiterhelfen sowie je nach Sparziel und persönlicher Vorsorgestrategie individuell passende Anlage- und Absicherungslösungen vorschlagen.

Quelle: VersicherungsJournal Verlag GmbH • Rathausstr. 15 • 22926 Ahrensburg • Deutschland Telefon +49 (0)4102 7777880 • E-Mail kontakt@versicherungsjournal.de • www.versicherungsjournal.de Geschäftsführer Claus-Peter Meyer • Handelsregister Ahrensburg HRB 4295 • USt-ID DE207950892

Studien belegen, dass viele die Ursachen, warum es zu einer Berufsunfähigkeit kommen kann, falsch einschätzen und sich auch deshalb nicht dagegen privat versichern. Eine gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente gibt es für die meisten Berufstätigen nicht mehr.

Die häufigste Fehleinschätzung zum Thema Berufsunfähigkeit


15.11.2021 (verpd) || Ein Meinungsforschungs-Institut wollte im Auftrag eines Finanzdienstleisters in einer Umfrage wissen, welche Einstellung die Bürger zum Thema Berufsunfähigkeit haben. Die Ergebnisse zeigen, dass vielen nicht bewusst ist, was die häufigsten Risiken sind, die zu einer Berufsunfähigkeit führen. Auch deshalb haben viele hier noch keine Vorsorge getroffen – und das, obwohl es für die meisten Berufstätigen bei Einritt einer Berufsunfähigkeit keine gesetzliche Rente zur Einkommensabsicherung mehr gibt.

Was die Bundesbürger über Berufsunfähigkeit (BU) denken, wollte ein Finanzdienstleister wissen und hat das Meinungsforschungs-Institut Yougov Deutschland GmbH mit einer entsprechenden Studie beauftragt. An der Onlineumfrage für diese Studie nahmen Ende September dieses Jahres 1.025 Personen in Deutschland teil. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind nach Angaben der Studienautoren repräsentativ für die Bevölkerung ab 18 Jahren.

Die Studie zeigt, dass sich die Bürger über das Thema Berufsunfähigkeit „tendenziell eher weniger Gedanken zu machen scheinen“, wie die Autoren anmerken. 80 Prozent aller Befragten haben ihre Einkommenseinbußen, die durch eine Berufsunfähigkeit eintreten würden, nicht abgesichert. Unter anderem herrscht oft Unkenntnis darüber, welche Ursachen zu einer Berufsunfähigkeit führen.

Nicht die körperliche Belastung …

Die Überzeugung, dass die Wahrscheinlichkeit, berufsunfähig zu werden, von der Art des Berufs unabhängig ist, äußern 52 Prozent. „In meinem Beruf wird man nicht berufsunfähig“, glauben acht Prozent. Für gesund und immer arbeitsfähig halten sich sieben Prozent.

Viele Studienteilnehmer sehen die größte Gefahr bei Berufen mit körperlicher Arbeit. Dies geben 13 Prozent an. In der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen sind es sogar 26 Prozent.

Demgegenüber stimmten 19 Prozent aller Befragten zu, dass sich das Stresslevel in ihrem Unternehmen seit Beginn der Pandemie erhöht hat. Bei den 25- bis 34-Jährigen und den 35- bis 44-Jährigen sind es jeweils 31 Prozent. Jeder Fünfte der 35- bis 44-Jährigen hat seither eine Zunahme von Burnout-Fällen im eigenen Umfeld erlebt. Ebenso viele sind es bei den 18- bis 24-Jährigen.

… sondern psychische Erkrankungen sind die Hauptursache

Tatsächlich wird nach einer aktuellen Datenauswertung des Analyseunternehmens Franke und Bornberg GmbH eine Berufsunfähigkeit am häufigsten durch psychische Krankheiten und Verhaltensstörungen ausgelöst. Der Anteil beträgt 28 Prozent. An zweiter Stelle liegen Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems mit 23 Prozent.

Dahinter folgen bösartige Neubildungen beziehungsweise Krebserkrankungen und Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems. Die Ränge fünf und sechs der Ursachen, die zu einer Berufsunfähigkeit führen, belegen Krankheiten des Nervensystems beziehungsweise Unfälle.

Unzureichende gesetzliche Absicherung

Eine Auswertung des Marktforschungs-Instituts Kantar Deutschland GmbH Anfang dieses Jahres im Auftrag eines Versicherers hat zudem ergeben, dass 52 Prozent der Erwerbstätigen eine private Absicherung der eigenen Arbeitskraft für unnötig halten. Doch seit 2001 gibt es im Rahmen der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) keine gesetzliche Berufsunfähigkeits-Rente mehr für Personen, die nach dem 1. Januar 1961 geboren sind, auch wenn sie krankheits- oder unfallbedingt ihren bisherigen Beruf nicht mehr ausüben können.

Nur wer komplett erwerbsunfähig ist oder maximal bis zu sechs Stunden täglich irgendeiner Erwerbstätigkeit nachgehen kann, hat einen Anspruch auf eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente der GRV, sofern er die versicherungs-rechtlichen Voraussetzungen erfüllt. Doch selbst wenn ein Anspruch auf eine volle Erwerbsminderungsrente besteht, ist diese in der Regel nicht einmal halb so hoch wie das bisherige Einkommen vor Eintritt der Erwerbsminderung.

Die gesetzliche Unfallversicherung zahlt wiederum nur eine Unfallrente, wenn bei einer gesetzlich unfallversicherten Person mindestens eine 20-prozentige Minderung der Erwerbsfähigkeit aufgrund eines Wege- oder Arbeitsunfalles oder einer Berufskrankheit vorliegt. Bei Freizeitunfällen oder Krankheiten, die keine Berufskrankheiten sind, leistet die gesetzliche Unfallversicherung nicht. Diese fehlende oder unzureichende gesetzliche Absicherungslücke bei einer Berufsunfähigkeit lässt sich jedoch mit einer privaten Erwerbs- oder auch Berufsunfähigkeits-Versicherung schließen.

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Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Todesfälle auf ein neues Rekordhoch in diesem Jahrtausend gestiegen. Welche Ursachen am häufigsten ausschlaggebend für das Versterben waren und welchen Einfluss die Corona-Pandemie hatte, zeigen aktuelle Daten des Statistischen Bundesamtes.

Dies waren die häufigsten Todesursachen 2020


15.11.2021 (verpd) || Herz-Kreislauf-Erkrankungen waren im vergangenen Jahr ein weiteres Mal die mit Abstand häufigste Todesursache in Deutschland, gefolgt von Krebsleiden. Diese beiden Krankheitsgruppen kommen laut der aktuellen Todesursachenstatistik des Statistischen Bundesamtes auf einen Anteil von über 48 Prozent. Für rund jeden 25. Todesfall war eine Covid-19-Erkrankung ausschlaggebend – das waren in absoluten Zahlen knapp 40.000 Verstorbene.

Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat vor Kurzem die endgültigen Ergebnisse der Todesursachenstatistik für das Jahr 2020 veröffentlicht. Im Ergebnis gibt es einige zum Teil deutliche Abweichungen zu den im Juli publizierten vorläufigen Zahlen. Demnach hat die Zahl der Todesfälle um 4,9 Prozent auf 985.572 und damit auf einen neuen Rekordwert in diesem Jahrtausend zugenommen. Dabei verstarben in etwa genauso viele Männer (492.797 Verstorbene) wie Frauen (492.775 Verstorbene).

Insgesamt ist 2020 die Anzahl der in einem Kalenderjahr Verstorbenen um 46.052 Fälle gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Dieser Anstieg sei auch auf die Sterbefälle durch Covid-19 zurückzuführen, so Destatis. Die niedrigste Zahl an Verstorbenen war seit der Jahrtausendwende im Betrachtungszeitraum im Jahr 2004 zu verzeichnen. Seinerzeit waren über 167.300 Verstorbene weniger vermeldet worden.

Dies sind die häufigsten Todesursachen

Nach Destatis-Angaben gingen 34 Prozent der Sterbefälle auf Krankheiten des Kreislaufsystems wie Herzinfarkt, Bluthochdruck oder Schlaganfall zurück. Zum Vergleich: Ende der 1980er-Jahre betrug der Anteil noch über die Hälfte und 2012 rund 40 Prozent.

Einer Krebserkrankung (Neubildungen) erlag im Berichtsjahr knapp jeder Vierte, der 2020 verstorben ist. Anfang der 1980er-Jahre lag der Anteil lediglich bei rund einem Fünftel. Dritthäufigste Todesursache waren 2020 Krankheiten des Atmungssystems wie unter anderem COPD.

Platz vier der häufigsten Gründe, warum Menschen 2020 hierzulande verstarben, belegen psychische und Verhaltensstörungen wie unter anderem Demenz. Diese beiden Krankheitsgruppen waren in jeweils circa jedem 16. Todesfall die Hauptursache. Jeweils gut jeder 25. Sterbefall fiel in die Kategorien Krankheiten des Verdauungssystems wie Leberzirrhose oder Blinddarmdurchbruch, äußere Ursachen wie Unfälle, Suizid oder Komplikationen bei medizinischen oder chirurgischen Eingriffen sowie Covid-19. Letztere werden separat erfasst und sind nicht in den Zahlen zu Erkrankungen des Atmungssystems enthalten.

Vier Prozent der Todesfälle hatten Covid-19 als Hauptursache

Zu den Covid-19-Todesfällen teilte das Amt mit: „Die Zahl der 39.758 für das Jahr 2020 in der Todesursachenstatistik erfassten Todesfälle mit Covid-19 als Grundleiden setzt sich zusammen aus 38.510 Fällen, die durch einen Labortest nachgewiesen wurden, und aus 1.248 nicht durch Labortest nachgewiesenen (Verdachts-)Fällen.“

Die Statistiker weisen explizit darauf hin, dass in der Zahl von 39.758 „diejenigen Fälle nicht enthalten [sind], in denen Covid-19 von der leichenschauenden Ärztin beziehungsweise dem leichenschauenden Arzt auf dem Totenschein als Begleiterkrankung dokumentiert wurde“.

Insgesamt war Covid-19 in 2020 anteilig die siebthäufigste Todesursache nach Krankheitsarten. Insgesamt sind rund 18.800 Frauen und 20.900 Männer daran gestorben. Summenmäßig war Covid-19 bezüglich der Krankheiten im Detail bei den weiblichen und den männlichen Verstorbenen jeweils die vierthäufigste Todesursache.

Weitere Details zu den Todesursachen

Wie das Amt weiter mitteilte, nahm die Zahl der Sterbefälle durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 2,1 Prozent auf über 338.000 zu. 53 Prozent der Todesopfer waren Frauen, 47 Prozent Männer. Den Angaben zufolge führten diese Erkrankungen insbesondere bei älteren Menschen zum Tod. 93 Prozent der Verstorbenen waren 65 Jahre und älter. An einem Herzinfarkt verstarben 44.529 Personen (plus 0,6 Prozent). Herren (Damen) hatten einen Anteil von 59 (41) Prozent.

Die Zahl der Krebstoten erhöhte sich nur marginal um plus 0,02 Prozent auf 231.271. Zu 54 Prozent waren Männer betroffen, zu 46 Prozent Frauen. Geschlechter-übergreifend waren bösartige Neubildungen der Verdauungsorgane die am häufigsten diagnostizierten Krebsarten.

Die Zahl der Suizide stieg um 1,8 Prozent auf 9.206 an. Dabei nahmen sich Männer (75 Prozent Anteil) drei Mal so häufig das Leben wie Frauen. Fast doppelt so häufig war ein Sturz die Todesursache (17.211 Fälle). 49 Prozent der Gestürzten waren männlich, 51 Prozent weiblich.

Finanzielle Absicherung der Angehörigen

Wer sichergehen möchte, dass im Todesfall die Angehörigen wie Ehepartner oder Kinder zumindest finanziell ausreichend versorgt sind, sollte frühzeitig eine entsprechende Vorsorge treffen. Wie bei der Altersvorsorge gilt auch hier, je früher man mit einer entsprechenden Absicherung anfängt, desto niedriger sind die Prämien.

Für eine genaue Analyse, was die Angehörigen ohne eine weitere Absicherung im Todesfall erhalten würden und wie hoch die Vorsorge eigentlich sein müsste, damit die Hinterbliebenen ihren Lebensstandard problemlos halten können, kann ein Versicherungsexperte zurate gezogen werden.

Auch wer auf den ersten Blick keinen finanziellen Spielraum für eine ausreichende Hinterbliebenen-Absicherung sieht, erhält durch fachmännische Hilfe oftmals realisierbare Lösungen.

Quelle: VersicherungsJournal Verlag GmbH • Rathausstr. 15 • 22926 Ahrensburg • Deutschland Telefon +49 (0)4102 7777880 • E-Mail kontakt@versicherungsjournal.de • www.versicherungsjournal.de Geschäftsführer Claus-Peter Meyer • Handelsregister Ahrensburg HRB 4295 • USt-ID DE207950892

Wer ein elektrisches Heizgerät wie Heizlüfter, Ölradiator, Heizstrahler oder elektrischen Kamin nutzt, sollte beim Betrieb einiges beachten, um das Brand- und sonstige Unfallrisiko möglichst klein zu halten.

Elektrische Heizgeräte sicher nutzen


8.11.2021 (verpd) || Gerade im Winter kommen vermehrt elektrische Heizgeräte in den Haushalten zum Einsatz. Je nach Bauart können die Heizelemente dieser Geräte bis zu 400 Grad Celsius heiß werden. Ein unsachgemäßer Gebrauch kann schnell zu einem Brand führen. Und auch sonst gibt es einige Unfallrisiken durch diese Geräte, wenn man sie nicht ordnungsgemäß betreibt.

Elektrische Heizgeräte sind in vielen Fällen praktisch, auch wenn der Stromverbrauch oft hoch ist. Denn die mobilen Geräte wie Heizlüfter, Ölradiator, Heizstrahler oder elektrischer Kamin lassen sich in fast jedem Raum, der mit einer Steckdose ausgerüstet ist, nutzen. Allerdings kann eine falsche Positionierung oder eine Fehlbedienung des Geräts schnell zu einer Brandkatastrophe oder anderen Unfällen führen.

Daher ist es wichtig, unbedingt die mitgelieferte Bedienungsanleitung des Herstellers zu lesen und die jeweiligen Anweisungen beim Betrieb des Gerätes auch einzuhalten.

Heizgeräte richtig aufstellen

Beim Aufstellen des Gerätes sind unter anderem die vorgeschriebenen Mindestabstände zu anderen Gegenständen wie Möbeln und Vorhängen einzuhalten.

Da die Heizelemente der Elektroheizer zum Teil mehrere Hundert Grad Celsius heiß werden, können leicht brennbare Materialien wie Vorhänge oder ein Handtuch, die zu nahe am Heizlüfter sind, schnell in Brand geraten.

Grundsätzlich muss bei dieser Art von Heizgeräten die erwärmte Luft frei abziehen können, das heißt es dürfen keine Gegenstände dicht davorgestellt oder beispielsweise Handtücher oder Kleidungsstücke darübergelegt werden. Anderenfalls kann es zu einem Hitzestau und dadurch zu einem Brand kommen.

Mehrfachsteckdosen vermeiden

Viele elektrische Heizgeräte wie ein klassischer Heizlüfter haben einen hohen Stromverbrauch. Dieser hohe Stromverbrauch sollte nicht nur bei den Verbrauchskosten, sondern auch beim Anschließen des Geräts berücksichtigt werden. Mehrfachsteckdosen und Verlängerungskabel sind meist bis zu einer Stromleistung von bis zu 3.500 Watt ausgelegt.

Kritisch wird es, wenn beispielsweise das Heizgerät eine höhere Leistung benötigt oder ein Heizgerät mit beispielsweise 2.000 oder 2.500 Watt noch mit mehreren anderen Elektrogeräten zeitgleich an einer Mehrfachsteckdose betrieben werden. Dann kann es zu einer Überhitzung der Mehrfachdose oder Verlängerung und damit zum Brand kommen.

Wie schnell das geht, demonstriert ein Video des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer e.V. (IFS). Deshalb ist es besser, keine Verlängerung und keine Mehrfachsteckdose zu verwenden.

Zusatzheizung für das Badezimmer

Im Badezimmer sollten nur solche Heizgeräte aufgestellt werden, die dafür auch geeignet sind. Und selbst dann ist ein ausreichender Sicherheitsabstand zu allen wasserführenden Installationen wie zum Beispiel zur Dusche, zum Waschbecken und zur Badewanne zu achten. Anderenfalls kann ein Heizgerät, das in ein Waschbecken oder in die Badewanne fällt, einen tödlichen Stromschlag verursachen. Aus dem gleichen Grund sollte man Elektrogeräte nicht mit nassen Händen bedienen.

Eine sinnvolle Alternative zu Heizlüftern im Bad, aber auch in anderen Räumen, sind Infrarotheizungen. Diese können als vollwertige Heizsysteme oder als Zusatzheizungen genutzt werden und sind in der Regel feuchtraumgeeignet. Bei dieser Heizart erwärmt die vom Gerät abgegebene Infrarotstrahlung Wände, Böden und Gegenstände im Raum, welche wiederum die Wärme an die Umgebungsluft abgeben. Damit werden, anders als bei anderen Heizgeräten mit Gebläsen, Luft- und Staubverwirbelungen vermieden.

Die Wärmeabstrahlung verhindert zudem die Schimmelbildung auf Böden, Wänden und Decken. Die Infrarotpanels müssen allerdings an der Wand oder Decke montiert werden und lassen sich deshalb nicht so flexibel nutzen wie ein Heizlüfter. Auch bei diesen Geräten müssen die Herstellerangaben, beispielsweise zu den Mindestabständen zu wasserführenden Anlagen beachtet werden. Zudem sind sie in der Anschaffung oftmals teurer als Heizlüfter.

Nur unter Aufsicht betreiben

Prinzipiell sollten die meisten elektrischen Heizgeräte, insbesondere auch Heizkissen und Heizdecken nur unter Aufsicht betrieben werden. Treten ungewöhnliche Geräusche auf, entwickelt sich Rauch oder riecht es verbrannt, sollte das Gerät umgehend vom Stromnetz getrennt und von einem Fachmann überprüft werden.

Grundsätzlich sollte man nur Heizgeräte benutzen, die ein CE-Zeichen, oder noch besser, zusätzlich ein GS-Zeichen (geprüfte Sicherheit) haben und an denen ein Typenschild angebracht ist.

Auf dem Typenschild sollten unter anderem die Leistungsaufnahme in Watt, die notwendige Stromspannungsart und Stärke, die Modellart, der Hersteller und eventuell zusätzliche Sicherheitshinweise vermerkt sein. Zudem sollte die Bedienungsanleitung in deutscher Sprache sein, um Missverständnisse zu vermeiden.

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Insbesondere wer Kinder hat, benötigt einen umfassenden Einkommensschutz, damit auch in schwierigen Situationen der Lebensunterhalt der Familie finanziell abgesichert ist.

Schutzschirm für das Familieneinkommen


25.10.2021 (verpd) || Hat man Kinder trägt man eine höhere Verantwortung als ohne sie. Das gilt unter anderem auch für die Einkommensabsicherung. Denn aufgrund eines schweren Unfalles oder einer Krankheit müsste man beispielsweise ohne eine passende private Versicherungspolice mit hohen Einkommenseinbußen rechnen. Das wiederum könnte dazu führen, dass man den bisherigen Lebensstandard nicht mehr halten kann.

Das Familieneinkommen wird in der Regel von einem oder beiden Elternteilen erwirtschaftet. Und in vielen Familien wird fast das komplette Haushaltseinkommen für die Begleichung der Fixkosten und des sonstigen Lebensunterhaltes wie Nahrungsmittel, Kleidung und Fahrtkosten aufgebraucht. Fallen ein oder gar beide Einkommen anteilig oder sogar ganz weg, wäre dies für die Familie oftmals eine finanzielle Katastrophe.

Daher ist es für Eltern, egal ob alleinerziehend oder als Paar, wichtig, dass die Familie auch bei Krisen und Notfällen finanziell abgesichert ist, denn die Sozialversicherung alleine reicht häufig nicht. Die Versicherungswirtschaft bietet hierzu diverse Lösungen an.

Im Krankheitsfall

Ist der Hauptverdiener ein gesetzlich krankenversicherter Arbeitnehmer, steht ihm bei einer krankheits- oder unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit zwar nach der sechswöchigen Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber ein Krankengeld von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu. Dennoch müssen besonders Gutverdiener mit hohen Einkommenseinbußen rechnen.

Die GKV zahlt nämlich Arbeitnehmern maximal 78 Wochen ein Krankengeld, das 70 Prozent des bisherigen Bruttolohns, aber höchstens 90 Prozent des Nettoeinkommens beträgt. Die GKV berücksichtigt für die Höhe des Krankengeldes maximal das Einkommen bis zur Beitragsbemessungs-Grenze der GKV (monatlich 4.837,5 Euro in 2021).

Das Gehalt oberhalb dieser Grenze wird bei der Berechnung des Krankengeldes nicht mitberücksichtigt. Wer beispielsweise 5.000 oder 6.000 Euro monatlich verdient, erhält dadurch die gleiche Krankengeldhöhe wie ein Arbeitnehmer mit einem Monatsgehalt von 4.837,50 Euro, nämlich maximal 3.386,25 Euro. Eine Absicherung der möglichen Einkommenslücke ist für Arbeitnehmer, aber auch für Selbstständige, die gesetzlich oder privat krankenversichert sind, über eine private Krankentagegeld-Versicherung möglich.

Bei teilweiser oder voller Erwerbsminderung

Besonders hohe Einkommenseinbußen drohen, wenn ein berufstätiges Elternteil aufgrund eines Unfalles oder einer Krankheit nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr erwerbstätig sein kann. Denn eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente ist in der Regel selbst bei einer 100-prozentigen Erwerbsminderung nicht einmal halb so hoch wie der bisherige Verdienst, als man noch voll erwerbsfähig war. Eine volle Erwerbsminderungsrente erhält man jedoch nur, wenn man wegen eines gesundheitlichen Leidens auf Dauer weniger als drei Stunden am Tag erwerbstätig sein kann.

Zudem müssen die versicherungs-rechtlichen Kriterien erfüllt sein: Bis auf wenige Ausnahmen muss man dazu mindestens fünf Jahre vor Eintritt der Erwerbsminderung gesetzlich rentenversichert gewesen sein. In den letzten fünf Jahren der Erwerbsminderung muss man zudem wenigstens drei Jahre Pflichtbeiträge beispielsweise als Arbeitnehmer an die gesetzliche Rentenversicherung gezahlt haben. Wer wie viele Selbstständige nicht gesetzlich rentenversichert ist, hat keinen Anspruch auf eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente, auch wenn er erwerbsunfähig ist.

Bei einer reinen Berufsunfähigkeit, wenn man also zwar irgendeine Erwerbstätigkeit, nicht jedoch den bisherigen Beruf wegen eines gesundheitlichen Leidens ausüben kann, erhält man keine gesetzliche Rente. Denn eine gesetzliche Berufsunfähigkeits-Rente für Personen, die nach dem 1. Januar 1961 geboren sind, wurde vor rund 20 Jahren abgeschafft. Allerdings lassen sich Einkommenslücken oder der Wegfall des Einkommens bei einer Berufs- oder einer Erwerbsminderung durch eine private Berufs- und/oder eine Erwerbsunfähigkeits-Versicherung absichern.

Absicherung im Todesfall

Wer Kinder hat, sollte sich schon frühzeitig um eine ausreichende Hinterbliebenen-Absicherung kümmern. Denn auch in jungen Jahren kann man krankheits- oder unfallbedingt versterben. Eine gesetzliche Witwen- oder Witwerrente für hinterbliebene Ehepartner, die noch ein minderjähriges Kind erziehen – sofern überhaupt ein Anspruch auf eine solche Rente besteht –, ersetzt nicht einmal ein Viertel des bisherigen Verdienstes des Verstorbenen. Zudem kann es zu Abzügen bei der Hinterbliebenenrente kommen, wenn der hinterbliebenen Ehepartner ein eigenes Einkommen hat.

Die Vollwaisenrente für ein hinterbliebenes Kind liegt unter zehn Prozent des bisherigen Einkommens des verstorbenen Elternteils, bei einem Halbwaisen sind es sogar weniger als fünf Prozent. Mit dem Abschluss einer ausreichend hohen Risikolebens-Versicherung kann man dafür sorgen, dass der Ehepartner und die Kinder auch nach dem eigenen Tod finanziell abgesichert sind. Eine solche Police zahlt nämlich an die Hinterbliebenen beziehungsweise an die im Vertrag festgelegte Person im Todesfall die vereinbarte Versicherungssumme.

Wer konkret wissen will, wie hoch die Absicherung der eigenen Angehörigen in den verschiedensten Situationen ist, inwieweit eventuell eine Versorgungslücke im Falle des Falles besteht und wie sich diese bedarfsgerecht schließen lässt, sollte sich vom Versicherungsvermittler beraten lassen. Denn es gibt noch weitere Risiken und Gefahren für Familienmitglieder, deren teils dramatischen Folgen sich zumindest in finanzieller Hinsicht mit entsprechenden Versicherungslösungen absichern lassen.

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Jedes Jahr müssen die Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen rund 14.000 Verdachtsfälle auf medizinische Behandlungsfehler prüfen. Ein aktueller Bericht zeigt, wie viele Behandlungsfehler es tatsächlich gab und in welchen Bereichen besonders viele auftraten.

Jedes Jahr mehrere Tausend medizinische Behandlungsfehler


25.10.2021 (verpd) || Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) veröffentlicht jedes Jahr eine Statistik über die per Gutachten untersuchten Fälle, bei denen medizinische Behandlungsfehler vermutet wurden. Letztes Jahr wurden wieder über 14.000 Verdachtsfälle geprüft. Bei fast 30 Prozent bestätigte sich der Verdacht.

Liegt ein angeblicher medizinischer Behandlungsfehler vor, kann der Patient zwar Ansprüche stellen, muss aber dem Arzt, der Klinik oder der sonstigen Institution deren Verschulden nachweisen. Die Krankenkassen haben als Träger der gesetzlichen Krankenversicherung die Pflicht, ihre Versicherten bei der Durchsetzung von Ansprüchen aus Behandlungsfehlern zu unterstützen. Gutachterteams des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e.V. (MDS) prüfen dazu im Auftrag der Krankenkassen, inwieweit die Vorwürfe von Behandlungsfehlern gerechtfertigt sind.

Die aktuelle Jahresstatistik 2020 des MDS belegt, dass der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) letztes Jahr im Auftrag der Krankenkassen 14.042 Verdachtsfälle von Sachverständigen begutachten ließ. Dabei haben sich 70,8 Prozent der Vorwürfe nicht bestätigt. Das heißt aber auch, in 29,2 Prozent beziehungsweise 4.099 überprüften Verdachtsfällen wurden medizinische Fehler festgestellt.

Nur wenige gemeldete Behandlungsfehler blieben folgenlos

Während jedoch 3,9 Prozent aller zur Begutachtung vorgelegten Fälle zwar mit medizinischen Fehlern behaftet waren, diese jedoch folgenlos für den Patienten blieben, wurden bei 25,3 Prozent aller Verdachtsfälle und damit in 3.550 Fällen medizinische Fehler und Patientenschäden konstatiert. Die Gutachter bestätigten jedoch, dass davon bei 2.826 Fällen die medizinischen Fehler auch konkret zu den Schäden bei den betroffenen Patienten geführt haben, also ein kausaler Zusammenhang zwischen den gemachten Fehlern und den erlittenen Schäden bestand.

In den restlichen 724 Fällen lag keine oder keine eindeutige Kausalität von Behandlungsfehlern und erlittenen Schäden vor. Von den 2.826 Fällen, bei denen Behandlungsfehler zu einer Patientenschädigung geführt haben, führte die Mehrheit, nämlich über zwei Drittel dieser Fälle zu einem vorübergehenden Schaden, beispielsweise, dass ein Patient aufgrund der Folgen des Fehlers länger in der Klinik blieben musste.

Etwa ein Drittel dieser bestätigten Verdachtsfälle mit Folgen hat einen Dauerschaden bei den betroffenen Patienten verursacht, das kann eine Narbe sein, ein chronischer Schmerz, aber auch eine eingeschränkte Organfunktion, eine dauerhafte Invalidität bis hin zur Pflegebedürftigkeit. In 82 Fällen, das sind fast drei Prozent der bestätigten kausalen Verdachtsfälle, verstarben die Patienten durch die nachgewiesenen Behandlungsfehler.

Bereiche mit einer hohen Anzahl an Verdachtsfällen

Die meisten gemeldeten Verdachtsfälle, nämlich zwei Drittel beziehungsweise 9.293 Fälle, betrafen den stationären Bereich wie Behandlungen in Krankenhäusern. Ein Drittel oder 4.723 Verdachtsfälle betrafen Behandlungen in Arztpraxen. Betrachtet man die betroffenen Bereiche, entfielen anteilig die meisten Vorwürfe, nämlich fast 31 Prozent aller Verdachtsfälle, das waren 4.337 Fälle, auf Behandlungen der Orthopädie und Unfallchirurgie.

Etwa jeder achte Verdachtsfall (zwölf Prozent) beziehungsweise 1.634 Fälle waren aus den Bereichen der Inneren Medizin und Allgemeinmedizin. 1.296 Fälle und damit etwa jeder elfte geprüfte Behandlungsfall (neun Prozent) wurden aus dem Gebiet der Allgemein- und Viszeralchirurgie gemeldet. Fast gleich viele, nämlich 1.198 Fälle, betrafen die Zahnmedizin, 1.128 Fälle (acht Prozent) die Frauenheilkunde und Geburtshilfe sowie 899 Fälle (sechs Prozent) die Pflege. Ein Viertel aller gemeldeten Verdachtsfälle wurden aus insgesamt 29 weiteren Fachgebieten gemeldet.

„Eine Häufung von Vorwürfen in einem Fachgebiet sagt nichts über die Fehlerquote oder die Sicherheit in dem jeweiligen Gebiet aus“, betont Prof. Dr. Astrid Zobel, Leitende Ärztin des Medizinischen Dienstes Bayern. „Häufungen sagen viel mehr darüber etwas aus, wie Patientinnen und Patienten Behandlungen erleben. Fehler bei chirurgischen Eingriffen können Betroffene meist leichter erkennen als zum Beispiel Medikationsfehler auf der Intensivstation“, so die Aussage des MDS.

Wenn ein Behandlungsfehler vermutet wird

In der Jahresstatistik betont der MDS, dass es sich bei den untersuchten 14.042 Fällen um keine repräsentative Auswertung handelt. „Wissenschaftliche Untersuchungen legen nahe, dass die Anzahl der tatsächlich stattfindenden Fehler bei medizinischer Behandlung die Anzahl der daraus folgenden Vorwürfe um ein Vielfaches übersteigt“, heißt es im Bericht. Dennoch stellen diese Ergebnisse „den umfangreichsten Datensatz zu Behandlungsfehlern dar, der in Deutschland aus einem aktuellen Einjahreszeitraum veröffentlicht wird“, so der MDS weiter.

Letztendlich will der MDS mit der Veröffentlichung Transparenz über den Umfang und die Art der medizinischen Behandlungsfehler schaffen, um auch eine Verbesserung der Patientensicherheit zu erreichen. Umfassende Informationen über die Rechte, die man als Patient im Falle eines vermuteten Behandlungsfehlers hat, enthält der downloadbare zweiseitige Flyer „Was Sie als Patient wissen sollten“ des MDS.

Gesetzlich Krankenversicherte können sich im Falle einer vermuteten Fehlbehandlung an ihre Krankenkasse und privat Krankenversicherte an ihre private Krankenversicherung wenden, um Unterstützungsmaßnahmen durch den Versicherer zu klären. Weitere Informationen zum Thema Behandlungsfehler gibt es für gesetzlich oder privat Krankenversicherte online bei der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland gGmbH (UPD).

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