Vermögensaufbau – LAUREUS AG PRIVAT FINANZ
Geldvermögen – LAUREUS AG PRIVAT FINANZ

Vermögensaufbau trotz Niedrigzinsphase: 5 Tipps für die erfolgreiche Geldanlage

Vermögensaufbau | 18. Dezember 2020

Es hat schon Tradition: Die Deutschen sparen wie die Weltmeister, stellen sich dabei aber nach wie vor oft nicht besonders clever an. Dabei ist ein langfristig erfolgreicher Vermögensaufbau mit einigen Tipps durchaus erfolgreich zu realisieren. Wir zeigen auf, worauf Anleger achten sollten.

Zwar stieg laut der Bundesbank das Geldvermögen – in Form von Bargeld, Wertpapieren, Bankeinlagen und Ansprüchen gegenüber Versicherungen – selbst mitten in der Coronakrise auf einen neuen Rekordwert; im Vergleich zum ersten Quartal legte das Geldvermögen im zweiten Jahresabschnitt 2020 um rund 4 Prozent auf über 6,6 Billionen Euro zu. Doch dieses Plus ist nur auf den ersten Blick als Erfolg zu werten. Denn ganz oben auf der Beliebtheitsskala stehen weiterhin Sparformen wie Bankeinlagen, die keine oder mikroskopisch niedrige Renditen bieten und nach Abzug der Inflation sogar Vermögen vernichten. Dass das Geldvermögen dennoch zulegte, ist vor allem mit der anhaltenden hohen Sparquote von rund 15 Prozent zu erklären.

Niedrigzinsphase erschwert Vermögensaufbau

Besserung ist zumindest von der Zinsseite nicht in Sicht. Angesichts des überschaubaren Wirtschaftswachstums in der Eurozone, der immer noch zu hohen Verschuldung einzelner Staaten und einer Inflation, die mit minus 0,5 Prozent (Stand: Oktober 2020) weit unter dem angestrebten EZB-Wert von rund 2 Prozent liegt, dürfte die Zinswende der EZB weiterhin auf sich warten lassen. Seit über viereinhalb Jahren verharrt der Leitzins in der Eurozone nun schon bei 0 Prozent.

Anleger müssen umdenken

Sparer, die ihr Vermögen erhalten oder im Idealfall mehren wollen, sollten daher reagieren und sich von ausgedienten und niedrig rentierlichen Anlageformen verabschieden. Wer einen langfristigen Vermögensaufbau anstrebt, sollte in erster Linie die sich bietenden Chancen am Kapitalmarkt nutzen – und dies auch am Aktienmarkt. Dies bedeutet nun aber nicht, dass es eine gute Idee ist, sich die erstbeste Aktie ins Depot zu legen. Wer auf lange Sicht eine zufriedenstellende Rendite erzielen möchte, sollte schon einige wichtige Regeln im Blick behalten.

5 Tipps für einen erfolgreichen Vermögensaufbau

  1. Aller Anfang ist schwer. Interessierte Anleger sollten nicht auf den perfekten Einstiegspunkt warten; diesen erwischen auch professionelle Investoren nur sehr selten. Die Erfahrung zeigt, dass sich auf lange Sicht vor allem eine Einmalanlage in Kombination mit Sparplänen bezahlt macht.
  2. Mögliche Kursverluste sollten Anleger nicht zum Anlass nehmen, der Börse reflexartig den Rücken zu kehren. Im Gegenteil: Sind die mittel- und langfristigen Aussichten des jeweiligen Marktes intakt, bieten sich Kurskorrekturen vielmehr für Zukäufe an.
  3. Es gibt unzählige Beispiele dafür, dass unvorhersehbare – allen voran politische – Krisen die Nervosität der Investoren im Nu ansteigen lässt und damit einhergehend die Aktienkurse kräftig unter Druck geraten. Statt in solch turbulenten Phasen in Panik zu verfallen und Wertpapiere zu verkaufen, können Anleger mit einem langen Atem solche Kursdellen sogar nutzen, um Positionen aufzubauen. Grund: Nachdem sich die erste Aufregung legt, richtet der Markt in der Regel wieder recht zeitnah seinen Blick auf die fundamentalen Daten. Sind diese intakt, erreichen auch die Kurse wieder das Vorkrisen-Niveau.
  4. Erfahrene Anleger können es womöglich schon nicht mehr hören. Aber: Dies ändert nichts daran, dass beim Vermögensaufbau die Diversifikation – also die Streuung der Ersparnisse auf unterschiedliche Regionen und Branchen – noch immer zu der wichtigsten Regel zählt, wenn es darum geht, die Renditechancen zu erhöhen und die Risiken zu reduzieren.
  5. Anleihen, Rohstoffe oder alternative Investments – der Kapitalmarkt hat weitaus mehr zu bieten als Aktien. Und: Um das Chance-Risiko-Verhältnis des Gesamtportfolios positiv zu beeinflussen, ist eine Investition in verschiedene Anlageklassen durchaus sinnvoll. Aber: Privatanlegern fehlt zumeist nicht nur das Wissen, sondern auch die notwendige Zeit, um sich mit den einzelnen Anlageklassen ausführlich zu beschäftigen und deren Entwicklungen anhand zahlreicher Parameter einschätzen zu können. Um dennoch die verschiedenen Anlageklassen gewinnbringend zu kombinieren, bietet sich ein flexibler defensiver Multi-Asset-Fonds oder eine Fondsvermögensverwaltung an, bei dem ein professionelles Management die Analyse und Gewichtung der einzelnen Asset-Klassen übernimmt.

Experte / Autor des Artikels:

Frank Byszio

Vermögensberater
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