Nachhaltige Geldanlage: Rendite mit gutem Gewissen.

Nachhaltige Geldanlage | 08. Oktober 2021

Vorbei die Zeiten, in denen sich nachhaltige Investmentmöglichkeiten und attraktive Renditechancen ausschließen. Aus gutem Grund wächst daher auch das Anlagevermögen in nachhaltige Investments weiterhin an. Aber Vorsicht: Bevor Anleger sich für eine nachhaltige Anlage entscheiden, sollten sie genau hinschauen – oder um Rat fragen.

Die Entwicklung ist eindeutig: Mittlerweile (Stand: 30. Juni 2021) beträgt der Anteil der Fondsinvestments in Deutschland, die nach nachhaltigen Kriterien gemanagt werden, rund 8,8 Prozent am Gesamtvermögen aller Investmentfonds. Gegenüber dem Jahr 2017 ist das – laut einer Recherche vom Handelsblatt – ein Zuwachs von 5,5 Prozentpunkten. Anders gerechnet: Per Ende Juni lag das Fondsvermögen nachhaltiger Fonds (Publikums- und Spezialfonds) bei 361 Milliarden Euro; 2017 lag das Fondsvermögen dieser Fonds gerade mal bei 83 Milliarden Euro.

Megatrend „Nachhaltigkeit“.

Aber: „Nachhaltige Geldanlage“ ist kein deutscher Trend, sondern ein globaler Megatrend, der noch viele Jahrzehnte anhalten dürfte. Für Anleger ist die nachhaltige Geldanlage aber nicht einfach, zumal einheitliche Definitionen fehlen. Das sogenannte Greenwashing, also das Schönrechnen von Nachhaltigkeitskriterien, kommt erschwerend hinzu. Dies bedeutet nun aber nicht, dass Anleger nicht mit gutem Gewissen und erfolgreich investieren können. Der Reihe nach.

Unumstritten dürfte wohl sein, dass immer mehr Menschen ihre langjährigen Gewohnheiten mehr und mehr in Frage stellen – und zunehmend mehr Wert auf eine gesunde Ernährung, mehr Bewegung sowie regionale und nachhaltige Produkte legen.

EU-Kommission hat ehrgeiziges Ziel: bis 2050 klimaneutral.

Auch zahlreiche der politischen Entscheidungsträger haben offenbar die Zeichen der Zeit erkannt und ihre Bemühungen kräftig erhöht, wenn es darum geht, den Lebensraum für die nachfolgenden Generationen zu erhalten. Bestes Beispiel für die Entwicklung hin zu mehr Nachhaltigkeit ist, dass die EU-Kommission bis 2050 die Klimaneutralität anstrebt. Und: Dass rund ein Drittel des 850 Milliarden Euro schweren Corona-Wiederaufbauprogramms in ökologisch nachhaltige Projekte investiert werden soll, zeigt: Die EU-Verantwortlichen meinen es ernst.

„Nachhaltigkeit“ gehört zum genossenschaftlichen Selbstverständnis der LAUREUS AG PRIVAT FINANZ.

Auch am Kapitalmarkt ist das Thema Nachhaltigkeit inzwischen zu einem festen Bestandteil geworden. Immer mehr institutionelle und private Anleger achten vermehrt darauf, ihr Vermögen in Unternehmen beziehungsweise Fonds zu investieren, die einen positiven Beitrag zur Umwelt und zur Gesellschaft leisten. Genau hier kann auch die LAUREUS AG PRIVAT FINANZ ihre Stärken ausspielen, gehört für die Tochtergesellschaft der Sparda-Bank West Nachhaltigkeit doch seit jeher zum genossenschaftlichen Selbstverständnis. Seit der Gründung der LAUREUS AG PRIVAT FINANZ verfolgen wir stets das Ziel, unsere Kunden langfristig und nachhaltig in allen Vermögens- und Finanzfragen zu begleiten. Dass die LAUREUS AG PRIVAT FINANZ bei der Studie „Deutschlands Beste – Nachhaltigkeit“ die Höchstnote von 100 Punkten erhalten hat, freut das gesamte LAUREUS AG-Team daher besonders. In der LAUREUS AG PRIVAT FINANZ wird das Thema „Nachhaltigkeit“ auch tatsächlich gelebt.

Es kommt daher auch nicht von ungefähr, dass sie das bestehende Angebot der Fondsvermögenverwaltung VermögenPlus bereits Anfang 2021 um drei weitere Portfolios erweitert hat, die nachhaltige Kriterien explizit in ihrer Ausrichtung berücksichtigen.

Darauf sollten Anleger achten.

Doch was genau heißt eigentlich „Nachhaltigkeit“ und wie können Anleger ihre Ersparnisse nachhaltig investieren? Um Unternehmen als nachhaltig einordnen zu können, hat sich in den vergangenen Jahren in erster Linie der Begriff ESG (Environment, Social, Governance) als wichtiger Bewertungsmaßstab bei der Unternehmensanalyse entwickelt und zugleich als hilfreiche Orientierhilfe für nachhaltigkeitsorientierte Anleger etabliert. Konkret bedeutet dies:

  • Das „E“ wie Environment steht für Umwelt und unter anderem für die Vermeidung von Umweltverschmutzung oder Treibhausgasemissionen sowie für Umweltmanagement und Energieeffizienzthemen.
  • „S“ wie Social (Soziales) umfasst Chancengleichheit, Produktverantwortung und soziale Verantwortung wie Ausschluss von Kinderarbeit, den Fokus auf Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz oder gesellschaftliches Engagement.
  • Unter Governance („G“) wird eine nachhaltige, langfristig solide Unternehmensführung verstanden. Hierzu zählen etwa Themen wie Unternehmenswerte oder Steuerungs- und Kontrollprozesse.

Problematisch ist allerdings, dass Unternehmen und auch Anbieter nachhaltiger Geldanlagen keine einheitliche Vorstellung davon haben, was genau Nachhaltigkeit bedeutet. Die Folge: Finanzdienstleister interpretieren Nachhaltigkeitskriterien unterschiedlich; und dies wiederum führt dazu, dass ein Fonds beispielsweise auch in Ölunternehmen oder Tabakfirmen investiert, während für einen anderen Anbieter solche Anlagen aus ethischen Grund nicht in Frage kommen. Für Privatanleger kommt erschwerend hinzu, dass das sogenannte „Greenwashing“ zu einem wachsenden Problem wird. Dies bedeutet – kurz zusammengefasst –, dass Unternehmen und Investment-Anbieter bei weitem nicht so nachhaltig sind, wie sie vorgeben.

Insbesondere die Chancen und Risiken sollten Anleger bei einer jeden Vermögensanlage sorgfältig abwägen. Bei einer Vermögensverwaltung oder einer Fondsanlage können Wertschwankungen auftreten und zu Kapitalverlusten führen.

Rendite mit gutem Gewissen.

Wer also seine individuellen Nachhaltigkeitskriterien bei seinen Investments wiederfinden und sicherstellen möchte, dass die Vermögensanlage zu den persönlichen Anlagezielen passt, muss entweder selber aktiv werden und bereit sein, sich in die Materie einzuarbeiten und die jeweiligen Investments genauestens unter die Lupe zu nehmen, wobei viele Privatanleger weder die Zeit noch das Wissen haben dürften, um diesen Prozess erfolgreich in Eigenregie umzusetzen. Oder sie vertrauen auf die langjährige Expertise eines Spezialisten.

Wer übrigens glaubt, dass nachhaltige Investments eine im Vergleich zu klassischen Anlagen geringe Rendite bieten, der irrt. Zahlreiche Erhebungen wie beispielsweise die Nachhaltigkeitsstudie 2020 der Union Investment belegen, dass nachhaltige Investments meist eine ähnliche und manchmal sogar eine bessere Performance erzielen, wenngleich die Wertentwicklung der Vergangenheit kein Indikator für zukünftige Entwicklungen ist. Sollten Sie Fragen dazu haben oder weitere Informationen rund um das Thema „nachhaltige Anlagemöglichkeiten“ wünschen, die Beraterinnen und Berater der LAUREUS AG PRIVAT FINANZ stehen Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung.

Weitere Informationen rund um die Themen Nachhaltigkeit und grüne Geldanlagen erhalten Sie auch in der Video-Serie: „Nachhaltigkeit ist mehr als nur ein Trend“. Klicken Sie bei Interesse einfach auf diesen Link.

Experte / Autor des Artikels:

Jörg Dold

Vermögensberater
Telefon 0211.160 98-210 | Mobil 0176.102 16 334 | Mail joerg.dold@laureus-ag.de