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Versicherungen – LAUREUS AG PRIVAT FINANZ

Altersvorsorge und Versicherungen: Rendite ist nicht alles.

Altersvorsorge | 14. Dezember 2020

Wer an Altersvorsorge und Versicherungen denkt, dürfte in erster Linie eine Rentensicherung im Blick haben. Kein Wunder: Schließlich reichen die Leistungen aus der gesetzlichen Rente bei weitem nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard im Alter aufrecht zu erhalten. Private Vorsorge ist also unerlässlich. Eine hohe Rendite ist dabei nicht der entscheidende Faktor.

Nicht nur beim Vermögensaufbau ist Diversifikation das A und O, auch beim Thema Vorsorge sollten die sich bietenden Möglichkeiten genutzt beziehungsweise alle wichtigen Risiken abgesichert werden. Schließlich bringt es nichts, wenn beispielsweise ein schwerer Unfall das gesamte Vermögen vernichtet. Daher spielt nicht allein die Rendite eine Rolle, vielmehr sollte auch das finanzielle Risiko im Notfall im Vordergrund stehen.

Altersvorsorge und Versicherungen: Mehr als die klassische Rentenversicherung.

Um die richtigen Prioritäten zu setzen, sollten vor allem existenzzerstörende und -bedrohende Risiken identifiziert und im zweiten Schritt die damit einhergehenden finanziellen Gefahrenpotenziale ausgeschaltet oder zumindest reduziert werden. Auf folgende Policen sollte daher nicht verzichtet werden:

Privathaftpflicht

Sie ist eine Muss-Versicherung, schützt die Privathaftpflicht doch vor hohen – schlimmstenfalls vor existenzzerstörenden – Haftungsansprüchen, etwa aufgrund eines selbstverschuldeten Unfalls. Die Die Höhe des zu versichernden Schadens ist von zahlreichen Parametern abhängig und daher nicht pauschal zu bestimmen.

Risiko-Lebensversicherung

Die Risiko-Lebensversicherung schützt die Hinterbliebenen im Todesfall. Sie sollte so früh wie möglich abgeschlossen werden, sobald Menschen vom eigenen Einkommen abhängig sind (Familie oder der Ehepartner im Rahmen einer Baufinanzierung). Grund: Im fortgeschrittenen Alter ist der Abschluss einer solchen Police sehr teuer.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Diese Police versichert im Fall des Falles den Wert der Arbeitskraft – und zählt daher ebenfalls zu einer Muss-Versicherung. Aufgrund eventueller Vorerkrankungen kann eine Berufsunfähigkeitsversicherung aber unter Umständen nicht abgeschlossen werden. Für diesen Fall sind die Schwere Krankheitenvorsorge, die Erwerbsunfähigkeitsversicherung oder die Grundfähigkeitsversicherung gute Alternativen.

Unfallversicherung

Die finanzielle Vorsorge kann schnell aus dem Gleichgewicht gebracht werden, etwa durch einen Fehltritt im Haushalt. Folge: Die Sparphase kann nicht wie geplant umgesetzt werden. Ein Unfall zählt somit zweifelsfrei zu den existenzzerstörenden Risiken, die entsprechend versichert werden sollten.

Pflegeversicherung

Die gesetzlichen Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung sind viel zu gering. Und: Besserung ist nicht in Sicht, im Gegenteil. Zwar sind die Kassen der sozialen Pflegeversicherung noch gut gefüllt, aber es ist schon jetzt absehbar, dass der steigende Pflegebedarf künftig nicht mehr gestemmt werden kann. Problematisch ist unter anderem, dass nicht genügend junge Menschen nachrücken, um in die umlagefinanzierte soziale Pflegeversicherung einzuzahlen. Es kann also gar nicht früh genug damit begonnen werden, wichtige Weichen für eine mögliche Pflegesituation zu stellen – sich selbst und seinen Angehörigen zuliebe. Denn mit einer Pflegeversicherung wird nicht nur das eigene Vermögen, sondern unter Umständen auch das der Angehörigen geschützt. Grund: Sind die Ersparnisse aufgebraucht und übersteigen die Pflegekosten die laufenden Einnahmen der Pflegebedürftigen, haften mitunter die Angehörigen. Daher sprechen wir hier auch gerne von der sogenannten Angehörigenversicherung. Um für einen möglichen Pflegefall vorzusorgen, stehen verschiedene Policen zur Verfügung, wobei die Pflegerenten- oder die Pflegetagegeldversicherung am sinnvollsten erscheinen.

Private Rentenversicherung

Das „angenehmste“ zu versichernde Risiko ist die Langlebigkeit. Auf der anderen Seite zählt diese Absicherung aber auch zu den wichtigsten Aufgaben rund um die Altersvorsorge-Planung. Denn: Die gesetzliche Rente wird nicht ausreichen, um im Ruhestand den gewohnten Lebensstandard zu halten. Mit welchen Produkten die Lücke dann geschlossen werden kann, ist abhängig vom individuellen Bedarf und der jeweiligen Risikobereitschaft. Aufgrund der großen Gestaltungsmöglichkeiten kann dabei jeder eine auf seine Bedürfnisse zugeschnittene Police konfigurieren – staatliche Zulagen und Steuerprivilegien inklusive. Die Zusammenstellung eines solchen Policen-Portfolios ist angesichts des unübersichtlichen Produktdschungels aber alles andere als ein Kinderspiel. Allein das Spektrum der Kapitalanlage reicht von der Teilhabe am Deckungsstock des Versicherers über eine Index-Beteiligung bis hin zu Investmentfonds, ETF’s und vermögensverwaltenden Anlagevehikeln. Professionelle Beratung ist daher nicht nur empfehlenswert, sondern unerlässlich.

Experte / Autor des Artikels:

Siegfried Suszka

Leiter Marktdirektion Nord
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